Sachbuch des Monats
Robert Spaemann: Nach uns die Kernschmelze

7. September 2011 von Dominik Klenk Kommentieren »

Das jüngste Buch von Robert Spaemann, Nach uns die Kernschmelze. Hybris im atomaren Zeitalter, das zwei von mir geführte Interviews enthält, ist vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) zum Sachbuch des Monats (August 2011) gewählt worden!
Hier kann man den Audio-Beitrag hören »

Robert Spaemann: Nach uns die Kernschmelze. Hybris im atomaren Zeitalter. Sachbuch des Monats - August 2011

Robert Spaemann: Nach uns die Kernschmelze. Hybris im atomaren Zeitalter. Sachbuch des Monats - August 2011

 

Auch sonst erhält das Buch gute Besprechungen und Rezensionen:

Bei ARD geht die Sendung: Die Atomlüge. Vertuschte Störfälle, die Macht der Konzerne und die Täuschungsmanöver der Politiker darauf ein. Über sein Buch steht in der Besprechung der Sendung:

Für Robert Spaemann, einen der einflussreichsten Moralphilosophen der Gegenwart, stehen der Schutz des menschlichen Lebens und die Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen im Mittelpunkt seiner Anti-Atomkraft-Argumentation. Angesichts ihrer Unberechenbarkeit ist die Nutzung der Nukleartechnik in seinen Augen ein Verbrechen. „Der Atomausstieg kam zu spät, weil es gar keinen Einstieg hätte geben sollen“, kritisiert er die Bundesregierung. Sie hätte das „Restrisiko“ keinesfalls und zu keinem Zeitpunkt hinnehmen dürfen. Denn ganz egal für wie unwahrscheinlich man den Super-GAU gehalten habe: Seine Auswirkungen seien so katastrophal, dass man nicht einmal ein minimales Risiko hätte akzeptieren dürfen. Mit anderen Worten: Spaemann pocht auf „absolute Sicherheit“, die es allerdings nicht geben kann. „Wir denken in Kategorien des Fortschritts und nehmen an, dass sich unser Wissen und unser technisches Können ständig vermehren. Daraus schließen wir, dass unsere Zivilisation ewig existiert. Aber für diese Annahme gibt es überhaupt keinen zwingenden Grund.“

Auch Marius Meller beim Deutschlandradio Kultur hat das Buch besprochen. Er schreibt u.a.:

Liest man Spaemann in den Artikeln, Essays und Interviews von 1979-2011, gibt es eigentlich nur erstaunt festzustellen, dass eine wirklich simple Problemanalyse mit selbstevidenten Argumenten gegenüber der berüchtigten “Atom-Lobby” keine Chance hatte und erst heute, mit dem Schwenk der CDU auf den Kurs der Grünen zu ihrem Recht kommt.

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