Archiv für die ‘Aktuell’ Kategorie

„eine Alternative zum beschleunigten, flüchtigen Leben“

15 September 2011
Eine Alternative zum beschleunigten, flüchtigen Leben

Eine Alternative zum beschleunigten, flüchtigen Leben. Screenshot von der Website: echo-online.de

Diese Worte hat Ann-Christin Hübner, freie Journalistin beim Darmstädter Echo, auf die OJC-Kommunität gemünzt nach einem einführenden Vortrag, den ich den neuen, jungen Mitarbeitern bei uns hielt. Was sie sonst noch auf dem Schloss Reichenberg erlebte, gibt es hier zu lesen »

Papst-Buch beim Papst angekommen

9 September 2011
Benedikt XVI. und der evangelische Bischof Jürgen Johannesdotter im Gespräch über das Buch „Lieber Bruder in Rom“.

Benedikt XVI. und der evangelische Bischof Jürgen Johannesdotter im Gespräch über das Buch „Lieber Bruder in Rom“.

Vergangene Woche war Jürgen Johannesdotter, Bischof für die evangelischen Kommunitäten und Mitautor des Buches „Lieber Bruder in Rom“ zu Besuch beim Papst. Er hatte die Möglichkeit, mit dem Papst über das Buch ins Gespräch zu kommen und konnte berichten, dass auch einige der Kardinäle, die den Deutschandbesuch des Papstes vorbereiten, das Buch bereits intensiv gelesen hatten.
Bereits nach der ersten Verkaufswoche war das Buch vergriffen. Die zweite Auflage ist jetzt in den Buchläden. Der Knaur-Verlag hat die ersten Exemplare der zweiten Auflage an alle 92 evangelischen und katholischen Bischöfe in Deutschland verschenkt.

Versöhnung der Geschlechter

17 November 2010

Im nicht immer leichten Miteinander der Geschlechter gibt es nur eine zukunftsweisende Kommunikationsform: Im Konfliktfall fürs Gespräch!

Ähnlich sieht es Prof. Dr. Gerhard Amendt, von der Universität Bremen. In einem Kommentar zu den Äußerungen der Familienministerin Kristina Schröder in einem Interview mit dem Spiegel, schreibt er:

„Konflikte sind gemeinsam zu lösen, man spricht über sie, und man hat viel mehr Mut das zu tun als vor 50 Jahren in der Generation von Alice Schwarzer. Konflikte in Partnerschaften und Ehen auszusprechen kann schwer sein. Aber es ist erfolgsversprechend, zumal jeder sich Hilfe von außen holen kann. Beziehungskonflikte sind für diese junge Generation – besonders die mit hoher Bildung – weder ein Anlass zum Verzweifeln, noch zur Flucht in Feindbilder und schon gar nicht zur unflätigen Beschimpfung Anderslebender.“

Von diesen schweren, aber zukunftsweisenden Gesprächen in Konfliktsituationen handelt das Buch, Besser streiten. Konflikte austragen statt nachtragen, das Handreichungen zu einer positiven Streitkultur in Ehe, Familie und Beruf geben und zur Versöhnung der Geschlechter beitragen möchte.

Ein Löwenherz für Straßenkinder

16 November 2010

Seit nunmehr einem Jahrzehnt engagiere ich mich mit der OJC für Strassenkinder in Russland. Jetzt war Melinda Cathey, die Projektleiterin von unserem Partner “The Harbor” bei uns zu Besuch. Sie ist eine exzellente Psychologin, ausgerüstet mit einem Löwenherz für Kinder, die groß werden mussten wie kleine verwahrloste Wildkatzen. Bei “The Harbor” werden sie geliebt, gefordert und gefördert.

Besser schwul als katholisch?

15 November 2010

Die vertane Chance der EKD, das evangelische Pfarrhaus als Ort der Klarheit und der Orientierung zurück zu gewinnen

Die EKD hat eine große Chance vertan. Bei der Verabschiedung des neuen Pfarrerdienstrechts auf der jüngsten Synode hätte sie sich als mutig und lernfähig erweisen können. Dazu gab die Bestimmung über „Ehe und Familie“ im Pfarrerdienstrecht Anlass. Dahinter verbirgt sich die Frage, ob auch Menschen in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft ins Pfarramt berufen werden können. In der Praxis ist das in den letzten zehn Jahren häufig geschehen. Einzelne Landeskirchen hatten das beschlossen oder einfach nur weggesehen. Die Synode in Hannover hätte die Chance gehabt, diese wesentliche Frage einer Klärung zuzuführen. Stattdessen hat sie das evangelische Pfarrhaus der moralischen Demontage preisgegeben.

  1. Neben der „Ehe“ wird der nebulöse Begriff „familiäres Zusammenleben“ eingeführt und erklärt. Das Pfarrhaus wird damit offiziell für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Amt geöffnet. Das jüdisch-christliche Verständnis von Familie wird aufgebrochen.
  2. Maßgebend für dieses Zusammenleben seien „Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und gegenseitige Verantwortung“. Wie blind darf eine Kirchenleitung sein? Empirische Forschungen belegen eindeutig, dass Sex mit wechselnden Partnern außerhalb der festen Beziehung einer der hervorstechenden Unterschiede zwischen männlichen homosexuellen und heterosexuellen Partnerschaften ist. Durch dieses Faktum wird nicht nur die eigene Maßgabe karikiert, sondern faktisch die Loslösung von Amtsführung und Lebensführung im Pfarrhaus in Kauf genommen.
  3. Im selben Paragraphen über die Billigung „familiären Zusammenlebens“ heißt es weiter: „Ehepartnerinnen und Ehepartner sollen evangelisch sein“. Mit anderen Worten: Besser schwul als katholisch. Das Pfarrerdienstrecht ist eine Zumutung an die Ökumene.
  4. Diese Neuausrichtung riskiert sehenden Auges eine Kirchenspaltung. Hat man nicht erkannt, wie die Anglikanische Kirche in den vergangenen Jahren an dieser Frage zerbrochen ist? Nimmt man nicht wahr, wie der Lutherische Weltbund mit weichen Knien seinen Zerriss vor Augen sieht?
  5. Am schlimmsten aber ist, dass die Schriftfrage ausgeklammert bleibt. Noch vor 15 Jahren formulierte die EKD: „Es gibt keine biblischen Aussagen, die Homosexualität in eine positive Beziehung zum Willen Gottes setzen – im Gegenteil.“ Diese klare Erkenntnis hat sich alsbald verunklart. Die Billigung der eingeschlichenen Praxis wird durch Verbiegung oder Ausblendung der biblischen Lehre und der Bekenntnisschriften in Kauf genommen.

Nun rutscht der Prozess in die Gliedkirchen weiter. Die Chance zu einer notwendigen Re-Formation wird neu eröffnet. Wird sie genutzt, kann die Kirche ihre Glaubwürdigkeit erneuern. 2007 hat die EKD eine Reformdekade ausgerufen. Die „Kirche der Freiheit“ möchte 12 Leuchtfeuer entzünden, um sich zu erneuern und zum 500. Jahrestag von Luthers Anschlag der 95 Thesen gerüstet zu sein. Die Reform des Pfarrerdienstrechtes ist ein Zündeln im eigenen Pfarrhaus. Wenn die Kirche der Freiheit sich als Kirche fahrlässiger Beliebigkeit entpuppt, wird sie eine Kirche ohne Volk sein.

Gastkommentar in IdeaSpektrum 46/2010, S. 3

Das neue Pfarrerdienstrecht der EKD ist eine Demontage des evangelischen Pfarrhauses.
Wie kann dem begegnet werden? Wie kann das einzelne Kirchenmitglied aktiv werden?

Vier Vorschläge um konstruktive Signale zu setzen:

Der Weg der Hoffnungsvollen: Aufstehen!
Gebt euren Synaodalen in den Landeskirchen ein glasklares Signal vor der Abstimmung in den Synoden.
Informiert euch über ihre Namen und die Termine. Macht deutlich, was ihr von dieser Demontage des evangelischen Pfarrhauses haltet.

Der Weg der Demütigen: Niederknien!
Übernehmt einen Gebetsdienst in eurer Kirche. Bittet Gott um Erbarmen für die Verblendung in der eigenen Kirche. Betet für die Entscheidungsträger in den Landessynoden.

Der Weg der Kreativen: Querdenken!
Bringt eine Welle in Bewegung. Zeigt, dass wir viele sind. Macht klar, was Protestanten sind: Wir stehen auf biblisch-reformatorischem Boden und für die Klarheit von Ehe und Familie. Das Pfarrhaus ist kein Freudenhaus. Findet die richtigen Slogans, bildet originelle Gruppen, vernetzt Euch. Ihr wisst selber, wie das heute am besten geht.

Der Weg der Zornigen: Austreten!
Auch das kann ein konstruktives Signal im Prozess sein. Wenigstens temporär. Man muss der Institution zeigen, wo die Schmerzgrenze überschritten ist. Dieses Signal wird ganz sicher im Kirchenamt wahrgenommen.

Das neue Pfarrerdienstrecht der EKD finden Sie hier »

Ein Engel aus Kongo

12 August 2010

Afrika ist das Armenhaus der Welt. Der Blick auf die Nöte dieses Kontinents macht es nicht leicht, die Hoffnung nicht zu verlieren. Strategisch und wirtschaftspolitisch glaube ich nicht an eine positive Veränderung für die Bevölkerung. Reichtum lebt vom Bestand der Armut. Aber: große Türen drehen sich bekanntlich in kleinen Engeln. Einer dieser Engel ist Albert Balisema, Projektpartner der OJC aus dem Kongo. Er macht einen super Job, der mir und anderen Hoffnung macht.

Siehe auch: Wenn Fußball-WM zur Randnotiz wird

Gäste aus Israel

11 August 2010

Das großpolitische Geschehen in und um Israel ist immer wieder chaotisch, unüberschaubar und schwer zu durchschauen – auch weil die Berichterstattung meist tendenziöse Züge aufzeigt. Zum Frieden in Israel wird das kaum beitragen, dabei wissen wir: Ohne Frieden in Israel kein Frieden in der Welt. Der Weg zur Versöhnung der Völker wird mit kleinen Steinen gebaut: durch Begegnung von Menschen. Wir hatten gerade 13 junge Israelis zu Gast, um an diesem Weg mitzubauen.

Herzlich Willkommen!

19 Februar 2010

Dominik KlenkIch begrüße Sie auf meiner Webseite und heiße Sie herzlich Willkommen!

Hier finden Sie Informationen zu meiner Person, über meinen Werdegang und meine Veröffentlichungen.

Noch ist die Seite im Aufbau, schauen Sie also gerne wieder vorbei.

Switch to our mobile site